Waldeck, 15. Februar 2021. Schon mit etwas Erstaunen haben wir in der Fraktion festgestellt, dass das Angebot des „aufsuchenden Impfens“, das der Landkreis Waldeck-Frankenberg seinen Kommunen offeriert hat, von der Stadt Waldeck als einziger Kommune außer Korbach (verständlicherweise, denn dort befindet sich das Impfzentrum) abgelehnt wurde.

Hier sollte älteren und nicht mehr mobilen älteren Menschen die Möglichkeit geboten werden, sich innerhalb der Stadt/Gemeinde ein Impfangebot vor Ort unterbreiten zu lassen.

Diese Entscheidung wurde offensichtlich vom Bürgermeister ohne Rücksprache mit den politischen Gremien getroffen.

Wie kann es sein, dass man ohne einen politischen Konsens eine Entscheidung von solcher Tragweite fällt? Auch die Begründung, der Weg nach Korbach sei für die Menschen über 80 „zumutbar“, erscheint uns nicht wirklich einleuchtend, haben doch viel näher am Impfzentrum gelegene Städte und Gemeinden sich ausdrücklich für das Angebot entschieden.

Es wirkt fast, als sei man sich der Ernsthaftigkeit und der Not der älteren Menschen nicht bewusst oder empfinde sie schlichtweg als übertrieben.

Hierüber äußerte sich in einem Artikel auch eine Pfarrerin mit einem Gedicht und dem Wortlaut:„…die Impfung soll uns alle retten, in allen Orten, allen Städten, drum bleibt es für mich wundersam, in unserer Stadt man nicht ersann, sich ortsnah schnell zu engagieren, verschloss mobilen Teams die Türen. Alle Bürgermeister rings umher, ersparen Alten den Verkehr…“

Die Freie Wählergemeinschaft Waldeck meint, dass diese Entscheidung – von welcher Stelle auch immer sie gefällt wurde – falsch war. Für uns wäre es wünschenswert, dass der Bürgermeister sich schnellstmöglich um ein Alternativangebot, beispielsweise einen Fahrservice (sofern dies unter den derzeitigen Einschränkungen möglich ist) kümmern sollte, um den älteren Menschen, die selbst nicht mehr mobil sind, die Chance für eine Impfung zu bieten.

Dies wäre ein gutes Angebot, da eine nachträgliche Revidierung der Entscheidung, das aufsuchende Impfen abzulehnen, nun leider nicht mehr möglich ist.

Im Namen der FWG Waldeck, Franziska Brauer

Statement der FWG Waldeck zum Presseartikel „Impfen für Ältere“
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